Manche Projekte beginnen mit einem Plan. Andere mit einer Vision.
Unser gemeinsamer Weg hat bereits Mitte 2022 begonnen. Den Grundstein dafür legten fast zwei Jahre intensiver Planungen und enger Zusammenarbeit zwischen dem Bauamt der Stadt Lemgo, der Schulverwaltung, der Schulleitung und den unterschiedlichen Schulgremien und städtischen Gremien.
In zahlreichen Gesprächen, Abstimmungsrunden in schulischen und städtischen Gremien, Sitzungen, Fortbildungen sowie Besuchen in neu gebauten Schulen wurden Ideen entwickelt, Bedarfe ermittelt und die Weichen für die Zukunft unserer Schule gestellt.
Ein bedeutender Meilenstein folgte im Juni 2025: Das Architekturbüro „hTArchitektur – Henrike Thiemann Architekten bda“ aus Münster gewann den ausgelobten Architekturwettbewerb der Stadt Lemgo zur Neuausrichtung der Grundschule Kirchheide.
Mit diesem Entwurf erhielt die gemeinsame Vision ein konkretes Gesicht und der Weg in Richtung Umgestaltung/Neubau wurde greifbar.
Mit diesem Bauprojekt-Tagebuch möchten wir die Schulgemeinde und alle Interessierten auf diesem spannenden Weg mitnehmen. Hier berichten wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Planungen, wichtige Entscheidungen, Meilensteine und die nächsten Schritte.
Dabei ist uns eines besonders wichtig: Transparenz. Wir möchten nachvollziehbar dokumentieren, wie aus einer gemeinsamen Idee ein moderner Lern- und Lebensort für kommende Generationen entsteht.
Da unser Neubau/Umbau Teil der städtebaulichen Ausrichtung der Stadt Lemgo ist, werden wir hier auch über Entwicklungen und Entscheidungen informieren, die unser Projekt begleiten und beeinflussen.
Wir freuen uns, wenn viele Interessierte diesen Weg mit uns gehen und die Entstehung unserer zukünftigen Schule begleiten.
Willkommen in unserem Bauprojekt-Tagebuch – gemeinsam gestalten wir die Schule von morgen.
Sabine Tewes-Wittig und Team
Der Weg zur baulichen Zukunft unserer Grundschule
Chronologische Zusammenfassung der Entwicklung 2024–2026
Wie entwickelt sich unsere Schule weiter? In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert und geplant, wie der wachsende Raumbedarf – insbesondere durch den Offenen Ganztag – bewältigt werden kann.
Wichtiger Hinweis:
Das Bautagebuch basiert auf den veröffentlichten Berichten der regionalen Presse sowie auf unserer eigenen Berichterstattung. Beiträge aus sozialen Medien wie Instagram oder Facebook sind nicht Bestandteil dieser Dokumentation.
Es fasst die wichtigsten Stationen aus den vorliegenden Zusammenfassungen der LZ-Berichte zusammen und zeichnet die Entwicklung des Bauprojekts chronologisch nach. Die Zeitungsberichte zeigen einen Weg, der von der ersten Suche nach geeigneten Lösungen über unterschiedliche Ausbau- und Neubauvarianten bis hin zu konkreten politischen Entscheidungen und Fragen der Umsetzung führt.
Die Original-Zeitungsartikel können aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgebildet werden.
Das Bautagebuch wird fortlaufend ergänzt, sobald neue Entscheidungen, Planungen oder Baufortschritte vorliegen.
Februar 2024 – Politischer Rückenwind für Neubauten
SPD, Grüne und BfL sprechen sich für Neubauten der Grundschulen in Lieme und Kirchheide aus. Sie beziehen sich dabei auf die Analyse des beauftragten Planungsbüros, nach der die Neubauvariante den zukünftigen Bedarf am besten abdecken könne. Hintergrund ist insbesondere der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2026. In der politischen Diskussion wird außerdem darauf hingewiesen, dass die bestehenden Gebäude teilweise älter und sanierungsbedürftig sind und sich die Anforderungen an moderne Grundschulen verändert haben. Die Neubauvariante wurde mit erheblichen Investitionskosten verbunden; gleichzeitig wurde über günstigere Lösungen und die langfristige Zukunftsfähigkeit der Standorte diskutiert.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 3./4. Februar 2024, „Grundschulen: SPD, Grüne und BFL wollen Neubauten“, Autor: Jens Rademacher
März 2024 – Neue Perspektiven: Neubau oder Ausbau?
Zu Beginn der Planungen stand vor allem die Frage im Raum, wie der zusätzliche Raumbedarf der Grundschulen in Lieme und Kirchheide gedeckt werden kann. Besonders der Ausbau des Offenen Ganztags machte zusätzlichen Platz erforderlich. Ein Vortrag der Architektenkammer brachte eine neue Perspektive: Neben einem Neubau sollten auch Umbau, Sanierung und Erweiterung der bestehenden Gebäude geprüft werden. Die Stadt wollte die unterschiedlichen Möglichkeiten und ihre Kosten genauer untersuchen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Auch ein Architektenwettbewerb wurde als möglicher Weg ins Spiel gebracht.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 1. März 2024, „Neue Marschroute für Grundschulausbau“, Autorin: Katrin Kantelberg
März 2024 – Kritik an den damaligen Ausbauplänen
Ein Leserbrief setzt sich kritisch mit einem damals vorgestellten Konzept zur Erweiterung der Grundschule Kirchheide auseinander. Darin wird hinterfragt, ob die vorgeschlagene Lösung den pädagogischen und räumlichen Anforderungen einer modernen Grundschule langfristig gerecht werden kann. Als Alternative wird ein Architektenwettbewerb für eine grundlegende Neuplanung befürwortet. Der Beitrag zeigt, dass die Frage nach der besten baulichen Lösung bereits zu diesem Zeitpunkt unterschiedlich bewertet wurde.
Quelle: Leserbrief in der Lippischen Landes-Zeitung, 4. März 2024, „Eine Schule von gestern vorgeschlagen“, Ulrich Faßhauer, Lemgo
Sommer/Herbst 2024 – Der Rat der Alten Hansestadt beschließ mit Zustimmung aller Parteien einen Architekturwettbewerb.
Dezember 2024 – Der Architektenwettbewerb nimmt Gestalt an
Für den Architektenwettbewerb der Grundschulen West und Kirchheide gingen mehr als 400 Bewerbungen ein. 30 Architekturbüros wurden für die nächste Runde ausgewählt. Eine besondere Rolle übernahmen dabei Kinder der Grundschulen: Sie zogen die Lose für die teilnehmenden Büros. Die ausgewählten Teams sollten anschließend auf Grundlage eines Auslobungstextes, bei Ortsterminen und in Fragerunden mit den örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen vertraut gemacht werden. Die Entscheidung des Preisgerichts wurde für den Sommer 2025 angekündigt.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 14. Dezember 2024, „Das Glück liegt in Kinderhänden“ Autor: Alte Hansestadt Lemgo
Januar 2025 – Der Architektenwettbewerb läuft
Der Wettbewerb geht in die konkrete Planungsphase. Grundlage sind zuvor erarbeitete Vorgaben zu Raumangebot und Ausstattung. Die beteiligten Architekturbüros können verschiedene Wege prüfen: Umbau und Sanierung der bestehenden Gebäude, Anbauten oder einen vollständigen Neubau. Für Kirchheide wurde bereits ein Grundstück in Schulnähe gesichert; auch für Lieme standen Flächen zur Verfügung. Die Stadt erwartete die Ergebnisse des Planungs-wettbewerbs im Sommer 2025 und wollte anschließend über die weitere Richtung entscheiden.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 9. Januar 2025, „Architektenwettbewerb läuft“, Autorin: Katrin Kantelberg
Den Architekturwettbewerb für die Grundschule Lemgo hat das Architekturbüro htarchitektur BDA Henrike Thiemann aus Münster gewonnen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.
12. Juli 2026 – Die Preisträger werden der Öffentlichkeit, den Eltern und Schüler*innen vorgestellt.
Aufgrund der bestehenden Raumnot an den Grundschulen in Kirchheide und Lieme wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt. Dabei wurden verschiedene Entwürfe für die zukünftige Gestaltung und Erweiterung der Schulgebäude entwickelt. Entgegen ursprünglicher Überlegungen ist kein vollständiger Abriss vorgesehen. Die bestehen-den Gebäude sollen teilweise erhalten und in das neue Konzept einbezogen werden. Die Siegerentwürfe des Wettbewerbs wurden der Öffentlichkeit vorgestellt und waren im Eichenmüllerhaus zu sehen. Im Mittelpunkt der Planungen stehen eine zeitgemäße Gestaltung der Schule sowie zusätzliche Räumlichkeiten, die den gestiegenen Anforderungen gerecht werden. Auch Bereiche für Betreuung und gemeinschaftliche Nutzung sollen berücksichtigt werden.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, „Kein kompletter Abriss“ 14.07.2025, Autorin: Nadine Upphoff
Unsere neue Schule

13. Juli 2025 – Wir feiern die Preisträger –
Im Eichenmüllerhaus in Lemgo feiern wir in einer wunderschönen Feier die Preisträger des Architekturwettbewerbes.
Unser Architektinnen- und Architektenteam

Juli 2025 bis Ende Juni 2026: Funkstille – ein Jahr ohne Neuigkeiten
Ein ganzes Jahr lang war von Seiten der Stadt nichts zur anstehenden Bauplanung zu hören. Keine neuen Informationen, kein Zeitplan, keine Mitteilungen – in unserem Bautagebuch klafft deshalb eine deutliche Lücke.
01.07.2026: Eine Interimslösung ist möglich! Ein Besuch in der Anne Frank Schule in Lemgo

Ausschnitt des linken Teils der Anne-Frank-Schule, Foto: Sabine Tewes-Wittig
Am 01.07.2026 besuchten Frau Tewes-Wittig und Frau van de Vorle die ehemalige Anne-Frank-Schule in der Menkestraße in Lemgo. Gemeinsam mit Frau Schmelzer und Frau Wagener vom Bauamt der Stadt Lemgo konnten sie sich vor Ort ein Bild von den Räumlichkeiten und den Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung machen.
Begleitet wurden sie dabei von einem Architekten des Münsteraner Büros ht-Architektur. Er stellte die Machbarkeitsstudie für eine Interimslösung vor, die von der Stadt Lemgo in Auftrag gegeben wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und wie die ehemalige Anne-Frank-Schule als mögliche Interimslösung für unsere Grundschule genutzt werden könnte.
Für eine mögliche Nutzung kommt zunächst der linke Teil des Schulgebäudes infrage. Bis dort jedoch vorübergehend Unterricht stattfinden kann, ist noch einiges zu tun: Das Gebäude müsste umfangreich saniert werden. Die Stadt Lemgo verfolgt dabei einen langfristigen Ansatz. Die sanierte Schule soll nicht nur unserer Grundschule als Übergangslösung dienen, sondern perspektivisch auch anderen Schulen und Kindertageseinrichtungen in Lemgo zur Verfügung stehen.
Wir sind gespannt, wie sich die Planungen weiterentwickeln, und werden an dieser Stelle über die nächsten Schritte berichten.
03.Juli 2026 – „Wir sind erstaunt“ – Verzögerungen bei den Erweiterungen
Die geplanten Erweiterungsarbeiten für den Ganztagsanspruch an den Grundschulen Kirchheide und Lemgo-West sorgen im Schulausschuss für Überraschung. Nach dem Bericht sollen die Arbeiten später starten als zunächst erwartet. Gleichzeitig wird deutlich, dass die räumlichen Anforderungen an beiden Standorten bereits heute hoch sind. In der Diskussion spielen die bisherige Planung, Fördermöglichkeiten und die Frage eine Rolle, wie die benötigten Räume rechtzeitig geschaffen werden können. Damit rückt die praktische Umsetzung der Ganztags-betreuung stärker in den Mittelpunkt.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 3. Juli 2026, „Wir sind erstaunt“
Autorin: Nadine Uphoff
10. Juli 2026 – Forderung nach schnelleren Lösungen für Lieme und Kirchheide
SPD und Grüne fordern angesichts des wachsenden Raumbedarfs schnellere Lösungen für die beiden Grundschulstandorte. In der Diskussion wird auf den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz hingewiesen. Kritisch hinterfragt werden insbesondere die zeitliche Planung, die bisher geprüften Alternativstandorte und die Frage, wann die notwendigen Räume tatsächlich zur Verfügung stehen können. Gleichzeitig wird betont, dass beide Schulen bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Debatte macht deutlich: Die bauliche Entwicklung der Grundschulen ist nicht nur eine langfristige Zukunftsfrage, sondern betrifft den aktuellen Bedarf der Kinder und Familien.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 10. Juli 2026, „Der OGS-Anspruch entsteht jetzt“, Redigierter Text der LZ, der auf Pressemitteilungen der SPD und Grünen basiert.
13.Juli 2026 Antrag zur Ratssitzung
10.September 2026 Neue Entscheidungen zur Schulinfrastruktur
Die gescheiterte Sanierungsprobe am Engelbert-Kaempfer-Gymnasium führt zu zusätzlichem finanziellen und politischen Entscheidungsdruck. Gleichzeitig stehen weitere Investitionen in Lemgoer Schulen an. Dabei wird auch die Grundschule Kirchheide ausdrücklich genannt. Die Stadt steht vor der Aufgabe, die verschiedenen Schulbauprojekte zeitlich und finanziell miteinander abzustimmen.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung, 10. September 2026, Autor: Till Brand, „EKG-Probesanierung scheitert“
17. September 2026 – Containerlösung sorgt für Diskussionen
Der geplante Umbau der Grundschulen in Lieme und Kirchheide verzögert sich. Besonders die Frage, wie die Schülerinnen und Schüler während der Bauarbeiten untergebracht werden können, ist weiterhin offen. Die zunächst vorgesehene Containerlösung erweist sich als sehr teuer. Deshalb wird nach Alternativen gesucht, um die zusätzlichen Kosten zu vermeiden.
In der politischen Diskussion wird dabei auch die frühere Anne-Frank-Schule als mögliche Ausweichlösung betrachtet. Eine Nutzung des Gebäudes würde allerdings zunächst eine entsprechende Renovierung und Anpassung voraussetzen. Nach den im Artikel dargestellten Überlegungen könnte damit eine Möglichkeit geschaffen werden, während der Bauzeit Räume für den Schulbetrieb bereitzustellen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass auch diese Lösung mit Kosten und organisatorischen Fragen verbunden ist. Unter anderem müssen der bauliche Zustand des Gebäudes, die notwendige Ausstattung sowie die Eignung für den Schulbetrieb geprüft werden. Zudem stellt sich die Frage, ob eine solche Zwischenlösung gegenüber der ursprünglich geplanten Containerunterbringung tatsächlich einen zeitlichen oder finanziellen Vorteil bringt.
Die Diskussion zeigt damit, dass die Ausweichunterbringung ein entscheidender Faktor für den weiteren Zeitplan des Bauvorhabens in Kirchheide ist. Eine endgültige Lösung ist zum Zeitpunkt des Zeitungsberichts noch nicht gefunden. Die Stadt prüft weiterhin verschiedene Möglichkeiten, bevor die konkreten weiteren Schritte für den Umbau festgelegt werden.
Quelle: “Container zu teuer“, 17.09.2026, LZ, Autor: Till Brand